Linoleum, Stein und ein Korken

8. April 2017

Linoleum, Stein und ein Korken

Ein erster Besuch. Die Haustüre öffnet sich und verlassene Post, noch an unzählige Vormieter verschickt, liegt vor uns am Boden. An den Wänden zeigt sich die Zeit, in der hier niemand durch die Räume ging. Und die Luft steht hier schon eine Weile still.

Heute haben wir zum ersten Mal gemeinsam die Räume besichtigt, die wir ab Mai mieten werden. In einem Backstein-Haus zwischen einer Kirche und einer Schule. Mitten im lebendigen Stadtteil Hannover/Linden, dort wo man dann noch trotzig ein »Nord« hinzufügt. Hier lebten zuletzt Geflüchtete, vorher war es eine Wohngemeinschaft, aber auch ein Pfarrbüro. Auf den alten Plänen des Hauses kann man sehen, dass die Räume schon immer vielfältig genutzt wurden. Das ist gut zu wissen, denn so ganz konkret wissen wir noch gar nicht was wir hier alles anfangen wollen. Viele Ideen haben wir für die drei Räume und die Küche, denen wir mit unserem Vorhaben den Namen Cumpaney verleihen wollen. Aber auch viel Respekt vor dem, was hier in der Pfarrei St. Godehard und an dem Kirchort St. Benno in Hannover/Linden alles gewachsen ist. Ob wir mit unserer Idee einer gemeinsamen Küche – und viel mehr noch eines gemeinsamen Esstischs dazwischen und dazu passen, wollen wir hoffen. Dafür dass diese Räume mit uns Platz macht, für Hoffnung, gute Geschichten und das Leben.

Wir wissen, dass wir uns auf die nächsten Wochen und Monate freuen. Und dass es sich irgendwie natürlich und gut anfühlt.
Maria.

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